Das Mindestalter für Industriekletterer beträgt 18 Jahre, während eine besondere schulische Mindestqualifikation nicht bekannt ist. Die Ausbildung erfolgt in Privatschulen und ist kostenpflichtig.
Die Schulen sollten eine FISAT-Zertifizierung nach bestandener Prüfung anbieten können (FISAT bedeutet: Fach- und Interessenverband für seilunterstützte Arbeitstechniken), denn nur diese ist wirklich anerkannt in der Arbeitswelt.

Ferner muss ein ärztliches Attest nach den Anforderungen der Berufsgenossenschaft vorliegen (BGG 504-G 41) und ein Nachweis der Teilnahme an einem Ersthelferlehrgang, dieser darf nicht älter als 24 Monate sein. Außerdem muss eine Unfallversicherung des Auszubildenden nachgewiesen werden.
Es gibt eine Mindestanforderung für mitzubringende Ausrüstungsgegenstände, diese kann bei manchen der Privatschulen auch ausgeliehen werden. Ein Prüfer der FISAT macht dann die finale Prüfung, bei bestandener Prüfung erhält der Auszubildende seinen FISAT-Ausweis zugeschickt.

Der Lehrgang dauert etwa eine Woche und kostet je nach Anbieter rund 1.000 EUR, Fahrtkosten und Unterkunft sowie Verpflegung gehen extra, für ein Ausleihen der benötigten Ausrüstung veranschlagen die Schulen zwischen 60 und 100 EUR für die Dauer der Ausbildung. Nach bestandener Prüfung ist man FISAT-zertifizierter Höhenarbeiter.

Wer international tätig sein möchte und noch keine FISAT-Ausbildung hat, der kann sich auch bei der IRATA in Großbritannien für internationale Qualifikationen anmelden. IRATA bedeutet: Industrial Rope Access Trade Association. Trotzdem reicht auch eine FISAT-Ausbildung (nach Konzepten des deutschen Fachverbandes) für internationale Tätigkeiten aus. Fachlich gesehen, vermitteln beide Ausbildungskonzepte ähnliche Kenntnisse.

Interessenten können sich bei den entsprechenden Schulen über Ausbildungslehrgänge und Ausbildungsorte informieren.